Pflanzenschutzprojekte

Vom Fichtenforst zum Mischwald 


Viele Wälder im Norden Hamburgs sind durch die Nachkriegsaufforstungen geprägt. Als schnellwachsende Baumart, mit einer vielseitigen Verwendung im Holz- und Möbelbau, wurde die Fichte großflächig gepflanzt. Auf weiten Flächen entstanden Monokulturen, die heute für Probleme sorgen. Die feuchten Standorte sind für die Fichte nicht geeignet, so dass fast jährlich Schäden durch Stürme zu beklagen sind. Hinzu kommt der regelmäßige Borkenkäferbefall, der durch seinen Fraß zusätzlichen Schaden anrichtet.
So entschied sich die Forstverwaltung im Zuge einer nachhaltigen und ökologischen Bewirtschaftung der Wälder, standorttypisches Laubholz wie Buche und Eiche als neue Waldgeneration zu pflanzen. In den letzten Jahren wurden deshalb vielehiebsreife Fichtenbestände mit Laubholz „unterbaut“. So auch im Wulksfelder Wald, wo mit Unterstützung von Bronchicum® und der Stiftung Unternehmen Wald, rund 3000 Buchen und Eichen gepflanzt wurden.
Die neue Waldgeneration wird vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten und so die ökologische Vielfalt und damit auch die Stabilität erhöhen. 

Pflege und Habitatmanagement 


In waldfreien bzw. nicht mit Bäumen bedeckten Teilbereichen des Kottenforstes (ein artenreiches Waldgebiet, das überwiegend Naturschutz- und FFH-Gebiets-Status besitzt) gibt es eine spezifische Tier- und Pflanzenwelt, die an Waldsäume oder Offenlandlebensräume gebunden ist oder auch inselartig im Wald liegende Offenflächen besiedelt. Diese Flächen sind grundsätzlich selten und naturbedingt von Verbuschung und Wiederbewaldung betroffen. Teilweise handelt es sich um Reliktstandorte (oder solche, die eine vergleichbare Funktion erfüllen), welche in manchen Fällen auch wertvolle Stillgewässer aufweisen. Diese Flächen gilt es regelmäßig zu pflegen, um ihren Zustand dauerhaft zu erhalten, denn viele seltene Tier- und Pflanzenarten sind auf diese Lebensräume angewiesen.
Mit Unterstützung von Bronchicum® und der Stiftung Unternehmen Wald wurden der Biologischen Station Bonn e.V. Mittel für die Pflege und des Habitatmanagement der Offenflächen im Kottenforst zur Verfügung gestellt.
Auf den Offenflächen bot sich vor der Maßnahme ein ähnliches Bild. Verschiedene Gräser, vor allem das Landreitgras (Calamagrostis epigejos) bildeten einen 50 bis 80 cm hohen und dichten Bestand, der nur wenigen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bietet. So wurden alle Flächen gemäht und das Mahtgut entweder abtransportiert oder in kleinen Gattern als Überwinterungs- und Eiablageplätze für Reptilien, insbesondere der Ringelnatter, aufgeschüttet.
Eine Gewässerpflege wurde von den Mitarbeitern der Biologischen Station ebenfalls durchgeführt. Teile der dichten Ufervegetation aus Büschen und Bäumen wurden zur Förderung der Sonneneinstrahlung entfernt. So wurden die Lebensräume für die hier lebenden und geschützten Kammmolche, Spring- und Grasfrösche sowie Ringelnattern deutlich verbessert.
Rund 200 Arbeitsstunden wurden in die Vorbereitung und Durchführung der Maßnahme gesteckt, die sich in Zukunft durch eine Erhöhung der Artenvielfalt auszahlen wird.  

Neue Waldränder für den Kaufunger Wald 


Der Kaufunger Wald ist ein großes Waldgebiet zwischen Niedersachsen und Hessen. In den vergangenen Jahren sind durch die großen Stürme Kyrill, Emma und Xyntia große Freiflächen entstanden, die sukzessiv wieder aufgeforstet worden sind. Zwischen den Flächen und entlang von Waldwegen entstand durch die Kahlflächen die einmalige Chance, wertvolle Waldinnenränder mit heimischen Sträuchern zu pflanzen. Diese Gelegenheit nahm das Forstamt Münden im südlichen Niedersachsen wahr und beschloss mit Unterstützung von Bronchicum® und der Stiftung Unternehmen Wald, Waldinnenränder im Kaufunger Wald zu pflanzen.
Im Gegensatz zu klassischen Waldrändern als Glied zwischen Wald und Feld, sind Waldinnenränder schmale Streifen zwischen zwei Waldbeständen, zum Beispiel entlang von breiteren Wander- oder Forstwegen. Waldinnenränder sind nur wenige Meter breit – Waldränder hingegen bis zu 25m – und setzen sich aus typischen Sträuchern wie zum Beispiel Hasel, Weißdorn, Besenginster, Holunder und Schwarzdorn zusammen. Wildobst wie Wildapfel oder Wildbirne bereichern den Waldrand und werden ebenfalls gern gepflanzt. Waldinnenränder verbessern das Waldklima, erhöhen durch die vielen Straucharten die Artenvielfalt und bieten Insekten, Säugetieren und Vögeln einen wertvollen Brut-, Nahrungs-, Schutz- und Fortpflanzungsraum.
Die Pflanzung der Waldrinnenränder wurde vom Forstamt Münden übernommen. An einem Tag wurden die Waldarbeiter von Schülerinnen und Schülern der Haupt- und Realschule Sottrum unterstützt. Die Klasse der 7G pflanzte mehrere hundert von insgesamt 3000 Büschen und Sträuchern und freute sich, einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Vielfalt im Kaufunger Wald beigetragen zu haben.  

Erlen- und Weidenpflanzung an Fließgewässern
Bronchicum unterstütz Bachrenaturierung in MV 


Viele Fließgewässer in Deutschland sind durch menschliche Eingriffe in ihrem natürlichen Verlauf stark verändert. Durch Begradigungen, regelmäßige Ufermahd und andere Eingriffe ist der ökologische Wert dieser Bäche und Flüsse nicht besonders hoch. Anspruchsvolle Fischarten, wie zum Beispiel die Bachforelle oder der Lachs finden nur in wenigen Fließgewässern ein arttypischen Lebensraum. Der Verein Salmoniden- und Gewässerschutz Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat sich solcher Flüsse angenommen und mit der Renaturierung begonnen. Neben der Anlage von natürlichen Kiesbetten als Laichgrund für die Forellen, musste die typische Ufervegetation wiederhergestellt werden. Dazu zählen in erster Linie die Schwarzerle und vereinzelt auch die Weidenarten. Die Schwarzerle ist ein standorttypischer Baum der Fließgewässer. Sie stabilisiert die Uferböschung und schützt die Gewässer mit ihrem Blätterdach vor einer zu starken Erwärmung . Ihr Wurzeln reichen bis ins Wasser, bieten Jungfischen lebenswichtige Unterstände und beherbergen wichtige Fischnährtiere wie Insekten und Bachflohkrebse. Am Hellbach und am Wallensteingraben (zwischen Wismar und Rostock) sollten insgesamt 750 Schwarzerlen und Weiden gepflanzt werden. Mit Unterstützung von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald konnten die Bäume und ein passender Verbissschutz finanziert werden. An mehreren Gemeinschaftsaktionen mit zahlreichen Vereinsmitglieder wurden die Bäume entlang der beiden Flüsse gepflanzt. In den nächsten Jahren werden die Angelfreunde die jungen Bäume regelmäßig pflegen, damit so viele wie möglich der Erlen und Weiden gedeihen. 

Obstbäume für Berlin
Bronchicum fördert Anlage einer Obstwiese 


Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Berlin e.V. (SDW) betreibt im Grunewald ein Haus des Waldes mit einem ökologischen Schaugelände. Wald- und umweltpädagogische Angebote für die Berliner Bevölkerung werden dort erfolgreich angeboten. Wie auch in anderen Städten ist eine schleichende Naturentfremdung der Stadtbewohner zu beobachten. Gerade bei Kindern wird dies immer wieder deutlich. Um dieser entgegenzuwirken rief die SDW im September letzten Jahres zu einem großen Malwettbewerb für Berliner Kinder zum Thema „Streuobstwiesen“ auf.
Streuobstwiesen sind Flächen mit alten Obstbaumsorten, die einen hohen Naturschutzwert aufweisen, aber kaum noch bewirtschaftet werden. Bis zu 3000 Tier- und Pflanzenarten können Streuobstwiesen beherbergen. Nicht nur der hohe Naturschutzwert, sondern auch die Bewahrung alter und seltener Obstsorten und das prägende Landschaftsbild, machen Streuobstwiesen zu einem erhaltenswerten Naturgut.
Der Obstbaum übt gerade auf Kinder eine besondere Anziehungskraft aus. Jeder kennt Kirschen, Äpfel oder Birnen als Frucht oder als Getränk und so lag es nahe, unter den Einsendern 20 Obstbäume zu verlosen. Mit Unterstützung von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald konnten die alten und seltenen Obstbäume als so genannte Hochstämme bezogen werden. Bei einem Hochstamm beginnt die Krone erst nach rund 2m, so dass Höhlenbewohner in einer ausreichenden Sicherheitshöhe ihre Höhlen zimmern können.
Ende Oktober trafen sich die kleinen Malkünstler mit Ihren Eltern im Tegeler Forst und pflanzten gemeinsam mit der SDW und der Försterei bei einem Erntedankfest ihren Obstbaum. Und da die Aktion so erfolgreich war, werden im März mit einigen Kitas weitere 15 Obstbäume mit Unterstützung von Brochicum und der Stiftung auf der Obstwiese im Tegeler Forst gepflanzt. 

Neue Feuchtbiotope im Schwarzwald
Bronchicum fördert Neuanlage und Pflege von Waldweihern 


Das untere Münstertal im Schwarzwald ist eine reich strukturierte Waldlandschaft. Die Schluchten, Täler und Hochebenen sind mit Nadel- und Laubholz bestockt und bieten Tier- und Pflanzenarten einen geeigneten Lebensraum. Besondere Biotope in einem Wald sind auch kleine Waldweiher. Sie sind Lebensraum für viele seltene Amphibienarten, Reptilien und Insekten, die auf das Vorhandensein von Wasserflächen angewiesen sind. Waldweiher erhöhen somit die biologische Vielfalt in unseren Wäldern und unterstützen das Gleichgewicht im Ökosystem Wald. Aus diesem Wissen heraus, entschlossen sich die Förster des Forstbezirks Staufen, ehemalige Feuchtflächen zu reaktivieren und neue Waldweiher zu schaffen. Wichtig für die Auswahl der Flächen war ein geeigneter Untergrund aus lehmigen-tonigem Substrat, um das Wasser dauerhaft zu halten. Entlang von Berghängen und baumarmen Bereichen wurden mit schwerem Gerät im Hebst 2010 neue Weiher angelegt. Auch kleine Gräben, als Verbindungsglied zwischen den Weihern wurden als zusätzliches Sonderbiotop angelegt. Auf eine gezielte Anpflanzung wurde verzichtet, da auf eine natürliche Ansiedlung von standortgerechten Pflanzen gesetzt wird. Schon im Folgejahr wird sich eine reich strukturierte und vielfältige Flora entwickeln. Insgesamt konnten mit Unterstützung von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen sechs neue Waldweiher angelegt bzw. renaturiert werden. 

Erhalt von wertvollen Kopfweiden
Bronchicum unterstützt Pflege und Neupflanzung 


Kopfweiden sind Zeugen einer alten Wirtschaftsform, als Körbe noch aus Weiden geflechtet wurden. Mit dem Ende der Handwerkskunst wurden die Bäume sich selbst überlassen und damit im Laufe der Zeit Nahrungs- und Brutplatz für viele Tiere. Alte dickstämmige Weiden können von mehr als 400 Insektenarten bewohnt werden. Durch den Kopfweidenschnitt und die vielfältigen Aktivitäten der Tiere und auch der Pilze, entstehen im Laufe der Jahre große Höhlen in den Bäumen. Darin brüten Fliegenschnäpper, Grauschnäpper, Weidenmeisen, Feldsperlinge und Rotschwänze. Daneben finden auch Steinkauz und sogar Turmfalken gute Nistmöglichkeiten. Auch Fledermäuse, wie der Abendsegler, nutzen gerne die Höhlen.
Der hohe Naturschutzwert von Kopfweiden ist auch der Grund, weshalb noch sie noch heute regelmäßig zurückgeschnitten und neu gepflanzt werden.
Im Naturschutzgebiet Siegmünden bei Bonn gibt es noch alte Kopfweiden, die regelmäßig gepflegt werden müssen. Auch Neupflanzungen sind dort erforderlich, da Weiden nur rund 120 Jahre alt werden. Mit der Unterstützung von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald konnte die Biologische Station Bonn die erforderlichen Pflegeschnitte und auch Neupflanzungen durchführen. Zwischen November 2009 und Februar 2010 setzen die Mitarbeiter der Biologischen Station Bonn insgesamt 50 neue Weiden im Naturschutzgebiet. Zusätzlich konnten mit den Mitteln sieben Altbäume fachmännisch geschnitten werden, um den hohen Naturschutzwert der alten Bäume zu erhalten. So ist der Fortbestand vom „Weidenbock“, einem seltenen Totholzkäfer in Weiden, auch im Naturschutzgebiet Siegmünden vorerst gesichert. 

Obstbäume für das Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook in Hamburg
Bronchicum fördert Vielfalt 


Obstbäume bereichern mit ihrer Blütenpracht nicht nur das Landschaftsbild, sie fördern auch die Vielfalt unserer Natur. Meist schmücken sie in der freien Landschaft Feldwege und alte Landstraßen  oder wachsen auf alten ungenutzten Streuobstwiesen. Am Waldrand hingegen sind sie nur sehr selten anzutreffen, obwohl sie auch  dort einen hohen ökologischen Wert für die Tierwelt aufweisen. Unzählige Insekten und Kleinsäuger wie Mäuse und Bilche, Vögel und natürlich auch das heimische Wild bedienen sich dieser vitaminreichen Kost, die bis zum Winter zur Verfügung steht.
Zur Förderung der biologischen Vielfalt in seinem Revier entschied sich Förster Jan Malskat, Obstbäume zu pflanzen.  Mit Hilfe der Stiftung Unternehmen Wald und Bronchicum  konnten 70 Obstbäume für die Försterei Duvenstedter Brook beschafft werden. Allerdings nicht irgendwelche, sondern nur alte und fast vergessene Apfel- und Birnensorten als so genannte Hochstammform und natürlich auch Wildobst, als Stammform unserer Kultursorten. Da ein großer Teil vom Forstrevier das Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook ausmacht, waren Wildapfel und Wildbirne – insgesamt 40 an der Zahl, für diesen Bereich bestimmt. Die alten Obstsorten wiederum sollten ihren neuen Platz an ausgewählten Wäldrändern außerhalb des  Naturschutzgebietes erhalten.
 
15 Obstbäume für Familien
Ein schöner und heller Waldrand bot Platz für 15 stattliche Obstbäume. Die Stiftung Unternehmen Wald und die Försterei entschieden sich, diese 15 Bäume an junge Familien zu verschenken. Welcher Stadtbewohner träumt nicht von einem eigenen Obstbaum, der auch noch für den Nachwuchs gepflanzt werden kann. Nach einem Aufruf in der Zeitung waren die Familien schnell gefunden.  Am 11. April 2010  trafen sich die „Auserwählten“ zu einem gemeinsamen Pflanztag.  Die Familien  waren  mit  ihren  Kindern von 3 Monaten bis 13 Jahren gekommen, um ihren Obstbaum zu pflanzen. Nach einer kurzen Pflanzeinweisung durch  den  Förster machten sich die Familien ans Werk. Je nach Wunsch konnte zwischen Birne und Apfel entschieden werden. In eigens vorgebauten Wildschutzvorrichtungen, setzten die Pflanzer ihre Bäume. Und damit sie auch Jahre später ihren Baum wieder erkennen, erhielt jeder Baum eine Baumscheibe mit dem Namen des Kindes. 

Bronchicum unterstützt den Erhalt des Diptams im Schwarzwald 


Der Diptam oder auch Brennender Busch genannt, ist eine mehrjährige Pflanze,
die in Deutschland nur in den wärmeren Gebieten im Süden der Republik beheimatet ist. Der Diptam bevorzugt als Standort trocken-warme Waldlichtungen oder lichte und warme Eichenwälder.
Der Diptam ist in Deutschland äußerst selten und steht daher unter besonderen Schutz. Während der Reifezeit der Früchte im Hochsommer geben die Drüsen der Fruchtstände ein ätherisches Öl ab, das schon von weitem zu riechen ist.
Der Gehalt an ätherischen Ölen ist beim Diptam so groß, dass man an heißen, windstillen Tagen das verdunstende Öl über der Pflanze anzünden könnte, ohne dass die Pflanze Schaden nehmen würde.
 
Aufgrund seiner Lichtbedürftigkeit, ist er durch die Verschattung von Bäumen und Sträuchern gefährdet. Da es aber nur sehr wenige Standorte gibt, an denen er gedeiht, werden diese besonders gepflegt. So auch am westlichen Ende des Kaiserstuhls im Schwarzwald. Mit Unterstützung von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald wurden im Frühjahr 2010 vom Forstbezirk Staufen Pflegemaßnahmen zum Erhalt des Diptams ausgeführt. In einem jungen Eichenwald wurden gezielt Bäume zur Förderung der Pflanze entnommen. Somit wird für mindestens 5-7 Jahre der Erhalt des seltenen Diptams gesichert sein. 

Wald für das Klima von morgen
Bronchicum pflanzt seltene Baumarten 

Pflanzaktion des Niedersächsischen Forstamtes Münden mit der "Thomas Mann Realschule" aus Northeim und der Gutenberg Realschule aus Uslar


Drei Schulklassen der Northeimer Realschule und die Wald AG der Solling Realschule aus Uslar pflanzten im Herbst auf die durch Sturm geschädigten Waldflächen in der Revierförsterei Goseplack mit Freude und Interesse seltene Mischbaumarten. Mit Unterstützung von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald aus Hamburg kaufte Revierleiter Klaus Wolkenhauer 600 Eiben, Elsbeeren und Wildobstsorten, um seinen Wald ökologisch zu bereichern und für das Klima von morgen vorzubereiten.

Die Niedersächsischen Landesforsten, zu denen das Revier gehört, setzen sich bereits heute mit der zu erwartenden Klimaveränderung in unseren Wäldern auseinander und fördert im Rahmen der langfristigen ökologischen Waldentwicklung eine breite Baumartenpalette, die auch für trocknere und wärmere Klimaphasen gut geeignet ist.

Die Schülerinnen und Schüler pflanzten über mehrere Tage die seltenen Baumarten auf einen Kalkrücken in der Nähe von Gladebeck und auf eine Fläche in der Nähe von Gierswalde mit sichtlich viel Freude. Die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen bei Aufforstungen ist ein besonders Anliegen von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald, da solche gemeinschaftlichen Aktionen im Wald das Naturverständnis nachhaltig prägen.
Auch Forstamtsleiter Dr. Thomas Schmidt-Langenhorst freute sich über die tatkräftige Unterstützung der Schülerinnen und Schüler, die trotz des Regenwetters geholfen haben, die Folgen des Sturmes Kyrill zu beseitigen.

Ein Teich für den Scheffheu


Im Süden Baden-Württembergs, in unmittelbarer Nähe zur Schweizer Grenze bei Villingen-Schwenningen befindet sich noch eine ursprüngliche Landschaft, die durch den Fluss Wutan geprägt wurde. Naturbelassene, wildromantische und urwaldartige Schluchthänge sind charakteristisch für dieses Gebiet, in dem sich auch die abgelegenen Waldfläche, das Scheffheu befindet.

Die Schluchthänge im Scheffheu sind idealer Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Allerdings sind Wasserflächen und Feuchtgebiete als Sonderbiotope für gefährdete Arten nur sehr selten, obwohl der Waldboden ein toniges und damit wasserhaltendes Substrat aufweist. Daher entschlossen sich die Mitarbeiter des Forstamtes Donaueschingen den Scheffheu mit der Anlage eines Waldweihers ökologisch für Amphiebien, Libellen, Insekten und Vogelarten sowie seltener Pflanzenarten feuchter Böden aufzuwerten. Mit Unterstützung von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald waren die idealen Partner für die Umsetzung des Projekts „Waldweiher“ gefunden.

In Absprache mit den zuständigen Naturschutzbehörden legten die Mitarbeiter des Forstamtes Ende September 2008 einen rund 12x7m großen und 1,5m tiefen Waldweiher im Scheffheu an. Um einen zusätzlichen Wasserzufluss zu gewähren, wurde auch ein 10m langer Graben ausgehoben. Dieser gewährleistet einen Wasserzufluss auch in weniger feuchten Perioden, um der Gefahr einer Austrocknung zu verringern. Mit dem Eintreten der Herbstwitterung und stärkerer Regenfälle lief der Weiher bereits im November voll Wasser, so dass die Erstbesiedelung von Pflanzen und Tieren im Frühjahr beginnen kann. Eine Pflanzung ist nicht vorgesehen, da die natürliche Sukzession beobachtet werden soll. Hier ist insbesondere die Entwicklung der Amphiebienfauna und der gewässertypischen Begleitvegetation von besonderem Interesse.  



Biotoppflegeaktion im Freiburger Mooswald
Schüler entfernen Neopyhten und erhalten Artenvielfalt


Den Freiburger Mooswald bewohnt eine Pflanzenart, deren Heimat eigentlich Ostasien ist. Sie wurde im 19. Jahrhundert als Zier- und Futterpflanze nach Deutschland eingeführt. Leider stellte sich bald heraus, dass sie weder von Wild- noch von Haustieren gefressen wurde. So konnte sie sich über Bäche und Flüsse in ganz Deutschland ungebremst ausbreiten und heimische Pflanzenarten verdrängen – die Rede ist vom Japanischen Knöterich.
Dieser Neophyt (gr. Neo = neu und phyt = Pflanze) ist in vielen Teilen Deutschland ein echtes ökologisches Problem geworden, da er ein bis zu vier Meter hohes Dickicht ausbildet, unter dem buchstäblich kein Gras mehr wächst. Er wird von unseren heimischen Tierarten weder als Futterquelle noch als Wohnraum angenommen. Außerdem siedelt er bevorzugt an Gewässern, an denen er insbesondere in der laublosen Zeit keinen Uferschutz bildet.

Um der Plage im Freiburger Mooswald herr zu werden, entschloss sich das städtische Forstamt Freiburg mit Unterstützung von Bronchicum den Japanischen Knöterich zu Leibe zu rücken. Hilfe erhielten die Mitarbeiter der Försterei an zwei Tagen von Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule, die tatkräfig zu Sache gingen. Mit vereinten Kräften wurde die bis zu zwei Meter tief wurzelnde Pflanze herausgerissen und entsorgt. Für die Schüler war diese Aktion erst der Auftakt einer langen Biotopflegemaßnahme, denn auch im nächsten Jahr werden sie wiederkommen und dem Japanischen Knöterich an seiner Ausbreitung hindern.

Die Felsenbirne - Bronchicum unterstützt Fortbestand und Neupflanzung


Das Münstertal im idyllischen Naturpark Südschwarzwald ist unter Naturfreunden und Outdoorsportlern ein beliebtes Reiseziel. Wunderschöne Aussichten in die Täler des Belchen, dem zweithöchsten Berg im Schwarzwald und das schöne Landschaftsbild laden die Gäste zum Erholen und Verweilen ein. Aber nicht nur der Mensch hat das Münsteral für sich entdeckt, sondern auch eine seltene Strauchart, die Gartenfreunde aufgrund ihrer schönen Blüte als Zuchtform sehr schätzen  - die echte Felsenbirne. Versteckt im felsigen Gelände und für den Wandere nur sehr schwer auszumachen, hat sich dort eine Population entwickelt, die in ihrem Bestand gefährdet ist. Als lichtbedürftige Strauchart droht sie durch die Beschattung der sie umgebenden Douglasien und anderen Baumarten einzugehen. Nur das Freistellen durch den Förster würde ihren Bestand auch für folgende Generationen sichern.
So entschlossen sich der örtliche Revierförster und der Forstbezirk Staufen mit Unterstützung von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald, die Restpopulation der Felsenbirne freizustellen und auf den lichten Flächen neue Sträucher zu pflanzen.
Innerhalb kürzester Zeit im September/Oktober wurden die „störenden Bedränger“ entfernt und neue Sträucher gepflanzt. Als Schutz vor dem Rehwild, erhielt jeder Baum eine so genannte Wuchshülle, um gegen den Verbiss geschützt zu sein. Die Wuchshülle besteht zu 100% aus organischem Material und löst sich ganz selbständig in den nächsten Jahren auf, wenn der Strauch aus dem „Äser“ des Rehwildes gewachsen ist.
Die Aktion trägt zum Erhalt einer seltenen Strauchart bei und fördert die biologische Vielfalt in unserem Land.

Bronchicum und Unternehmen Wald unterstützen das Forstrevier Duvenstedter Brook bei der Bekämpfung der Borkenkäfer.


Am Mittwoch, den 20. September um 12:00 Uhr stellten Rüdiger Kruse, Geschäftsführer von Unternehmen Wald und Jan Malskat, Revierförster der Försterei Duvenstedter Brook, acht Borkenkäferfallen zur Bekämpfung des Buchdruckers auf. Notwendig wurde diese Maßnahme durch den in den vergangenen Jahren stark angestiegenen Bestand an Borkenkäfern, die zu 15 Prozent den Baumbestand beschädigt haben. Gesponsert werden die Fallen von Bronchicum, dem kraftvollen Naturrezept gegen Husten. Jedes Jahr von Mitte April bis Ende September schädigen die Borkenkäfer, zu denen die Kupferstecher und Buchdrucker gehören, die Fichtenbestände im Duvenstedter Brook.

In den vergangenen Jahren haben sich die Schädlinge durch die warmen Sommertemperaturen noch mehr als normal vermehrt. Besonders die warmen Sommer der vergangenen Jahre habe die Ausbreitung der Schädlinge gefördert. Die Folge: 15 Prozent des Baumbestands wurden vernichtet. Um die Ausbreitung der Schädlinge einzudämmen, ist eine konsequente, leider kostenaufwendige Bekämpfung mit Fallen unumgänglich. Eine weitere Maßnahme ist der Umbau der Fichtenbestände zu Mischwäldern, die seit vielen Jahren im Forstrevier konsequent umgesetzt wird, aber erst in einigen Jahrzehnten greift. Der Duvenstedter Brook ist mit rund 780 ha das zweitgrößte Naturschutzgebiet der Stadt Hamburg. Au- und Bruchwälder urtümlichster Art gepaart mit Moorlandschaften und uralten Eichen- und Buchenwäldern beherbergen eine Vielzahl an seltenen Tier- und Pflanzenarten.

Eine Besonderheit des Duvenstedter Brooks ist eine kleine Kranichpopulation und das Vorkommen unserer größten heimischen Wildtierart, dem Rothirsch. In der Duvenstedter Rothirschpopulation finden sich die größten und stärksten Exemplare Deutschlands. Rotwild, einzeln oder in kleinen Gruppen, ist in Duvenstedt häufig zu beobachten, aber auch das Damwild steht gern in Rudeln an den Waldrändern.

Die Weißtanne kehrt ins Erzgebirge zurück


Die Weißtanne gehörte im Erzgebirge mit etwa 30 % Anteil einst zu den häufig vertretenen Baumarten. Was liegt also näher als diese einzige heimische Tannenart wieder anzubauen und somit in unseren Wäldern zu erhalten? Sachsen hat bereits seit Anfang der 90er Jahre ein Programm zur Wiedereinbringung der Weißtanne auch unter dem Aspekt des Artenschutzes aufgelegt. Das bedeutet, in der forstlichen Planung wurde die Tanne auf dafür geeigneten Standorten als Verjüngungsbaumart vorgesehen.

Historisch bedingt sind die Waldflächen im Erzgebirge, so auch der Stadtwald der erzgebirgischen Kreisstadt Stollberg, von der Fichte geprägt. Ursprünglich prägten aber Buchen, Eichen und Tannen dieses Gebiet, so dass sich das Land Sachsen wie auch die Stadt Stollberg zu einer Rückkehr zur natürlichen Vegetation entschlossen. Die ökologische Stabilität sowie die hohe Artenvielfalt (Biodiversität) waren Anlass zu dieser Entscheidung. Als im Dezember des Jahres 2005 ein starker Sturm in den Fichtenalthölzern des Stadtwaldes erhebliche Schäden verursacht und einige Lücken hinterlassen hatte, bot es sich an, diese aufgelichteten Bestandespartien für die Waldverjüngung (Pflanzung) zu nutzen. Unter dem Schutz der noch vorhandenen Altfichten finden die Weißtannen ideale Voraussetzungen für ein gutes Heranwachsen.

Die Stadt Stollberg nahm das Angebot der Unterstützung dieser außerplanmäßigen Pflanzung durch Bronchicum, dem kraftvollen Naturrezept gegen Husten, und der Stiftung Unternehmen Wald dankend an, besonders weil zusätzliche Eigenmittel kaum zur Verfügung standen. Das notwendige Pflanzmaterial lieferte die Versuchsbaumschule des Staatsbetriebes Sachsenforst in Pirna und ein ortsansässiges Forstunternehmen übernahm die Pflanzung im Herbst 2006. Die fachliche Anleitung lag dabei in den Händen von Frieder Flechsig, Revierleiter für das Revier Zwönitz im Forstbezirk Chemnitz. Da die Weißtanne besonders für das Rehwild einen ausgesprochenen „Leckerbissen“ darstellt, konnte auf einen Wildschutzzaun nicht verzichtet werden.
Mit den 1500 Weißtannen ist ein weiterer Schritt in Richtung eines artenreichen und leistungsstarken Waldes getan.