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Infekte der Atemwege können die oberen Atemwege, also Nase, Rachen und Nebenhöhlen und/oder die unteren Atemwege, also die Bronchien und die Lunge, betreffen. Typische Erkrankungen der oberen Atemwege sind Schnupfen und Nebenhöhleninfekte (in der medizinischen Fachsprache „Sinusitis“ genannt), hingegen sind Husten und Bronchitis Erkrankungen der unteren Atemwege.

Husten

Der Körper reagiert auf Reizungen in den Atemwegen mit einem Hustenreflex. Solche Reizungen können durch Ansammlungen von Schleim, Entzündungen und zu trockene Schleimhäute bzw. durch Fremdkörper ausgelöst werden.


Trockener und produktiver Husten


Husten wird in „trockenen“ und „produktiven“ Husten unterteilt, also in Husten ohne und mit Abhusten von Schleim. Trockener Husten mit entzündeten Schleimhäuten entsteht u. a., wenn die Schleimhäute nicht genügend befeuchtet sind und der Schutzfilm auf der Oberfläche angegriffen ist. Umgekehrt liegt bei produktivem Husten zu viel Schleim vor, für dessen Abtransport gesorgt werden muss. Bei verschleimten Entzündungen der Bronchien ist aber der Schleim oftmals zu zäh und klebrig, um von den „Flimmerhärchen“ auf der Oberfläche der Schleimhäute weitertransportiert werden zu können. In solchen Fällen muss der Schleim verflüssigt und damit weniger zäh gemacht werden.


Akute Infekte


Typische Ursachen für Husten sind akute oder chronische Infekte der unteren Atemwege. Die akuten Infekte dauern nur wenige Tage bis zwei Wochen an und werden normalerweise durch Viren verursacht. Sie sind als die typischen, höchst lästigen Begleiterscheinungen des Winters bekannt. Als Komplikation eines viralen Infektes entstehen häufig bakterielle Infekte - es ist daher wichtig, bei Virusinfekten frühzeitig einzugreifen, um es gar nicht erst zu einer bakteriellen Erkrankung der Atemwege kommen zu lassen. Symptome der akuten Bronchitis sind erst trockener, später dann produktiver Husten mit  Rasselgeräuschen oder Pfeifen. Als Begleitsymptome treten zumeist allgemeine Infekterscheinungen wie Fieber, Kopfschmerz, Brust- und Gliederschmerzen auf.


Chronische Infekte


Chronische Infekte dagegen dauern häufig über viele Wochen an und sind eher die Folge einer bakteriellen Infektion – und nur diese sprechen auf die Gabe von Antibiotika an. Darüber hinaus kann auch der Kontakt zu Atemwegsallergenen wie Tierhaaren, Hausstaubmilben oder Pflanzenpollen die Ursache für eine chronische Bronchitis sein. Solche allergisch bedingten Atemwegsbeschwerden sprechen zwar auch auf die Gabe von Hustenmitteln an, erfordern aber eine antiallergische Therapie. Eine Verschleppung kann bis zum Asthma führen. Insbesondere Kinder, bei denen die Hustenbeschwerden selbst bei Gabe von Hustenmitteln nicht gebessert werden, müssen auf jeden Fall dem Kinderarzt zur Abklärung vorgestellt werden.


Wann zum Arzt?


Husten kann unterschiedliche Ursachen haben. Eine „Verschleppung“, also eine nicht rechtzeitige Behandlung der Beschwerden, kann im Extremfall auch schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben. Grundsätzlich ist zur Kontrolle der Weg zum Arzt dann anzuraten, wenn

- die Beschwerden nicht dem typischen Bild einer Erkältung entsprechen,
- die Erkältung nicht auf die Einnahme des Medikamentes anspricht,
- Kinder und Säuglinge betroffen sind.


Wann ist ein Hustenblocker sinnvoll?


Hustenblocker sind nur bei trockenem Husten angebracht, um eine weitere Steigerung der Entzündungsreaktion durch den Hustenreflex zu verhindern. Bei produktivem Husten dagegen sollte in der Regel auf Hustenblocker verzichtet werden: der Schleim in den Atemwegen ist ein guter Nährboden für Bakterien. Wenn der Abtransport des Schleims durch Hustenblocker verhindert wird, kann es zu Komplikationen im Krankheitsverlauf kommen.


Immunsystem


Die Funktionen des Immunsystems können bei einem Infekt sinnvoll unterstützt werden, indem z. B. für eine möglichst rasche Wiederherstellung einer gesunden Schleimhautfunktion gesorgt wird – Viren haben bei geschädigter Schleimhaut ein leichteres Spiel. Darüber hinaus empfiehlt es sich, dem Körper viel Ruhe zu gönnen, viel zu trinken und auf eine ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen zu achten.
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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