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Verschleppte Bronchitis


Als „verschleppt“ werden Erkrankungen bezeichnet, die nicht ausgeheilt sind.

Eine verschleppte Erkältung zieht beispielsweise häufig eine akute Bronchitis nach sich, eine verschleppte Bronchitis kann wiederum Ursache für andere Atemwegserkrankungen, wie zum Beispiel eine Lungenentzündung, sein.

Die verschleppte Bronchitis ist daher an sich kein eigenes Krankheitsbild, sondern ein Grund für Folgeerkrankungen. Ihre Symptome sind in der Regel nicht mehr so ausgeprägt wie bei einer akuten Bronchitis, die mit starkem Husten und Auswurf (Sputum) einhergeht. Darum ist sie in den meisten Fällen auch nicht mehr ansteckend.

Bessern sich die Symptome einer akuten Bronchitis nach sieben bis zehn Tagen nicht deutlich, sondern werden sie sogar schlimmer oder hält der Reizhusten am Ende weiter über Wochen an, sollte die Ursache von einem Arzt abgeklärt werden. Denn wer eine Bronchitis unbehandelt lässt oder sich wieder in den Alltag stürzt, bevor er wieder richtig fit ist, riskiert schwerwiegende Folgeerkrankungen. Auch bei Kindern und Säuglingen ist besondere Vorsicht geboten; wegen ihres unausgereiftem Immunsystems kann eine verschleppte Bronchitis bei Kindern gefährlicher sein als für Erwachsene.11

Eine Frau meditiert auf der TerrasseEine Frau meditiert auf der TerrasseEine Frau meditiert auf der Terrasse

Mögliche Folgeerkrankungen durch eine verschleppte Bronchitis

Eine akute Bronchitis sollte in jedem Fall ernstgenommen und behandelt werden. Wird eine akute Bronchitis verschleppt und nicht auskuriert, können ernsthafte Folgeerkrankungen entstehen. Am häufigsten treten in diesem Zusammenhang eine Lungenentzündung, Herzmuskelentzündung oder Rippenfellentzündung auf. Zu der meistens viralen Infektion, die zur akuten Bronchitis führt, kann hierbei eine bakterielle als sogenannte Sekundär- oder Superinfektion hinzukommen. Sichtbares Anzeichen hierfür kann eine Verfärbung des Auswurfs von weißlich-klar hin zu gelb, grünlich oder sogar braun bis rostfarben sein.

Icon Lungenentzündung (Pneumonie)Icon Lungenentzündung (Pneumonie)Icon Lungenentzündung (Pneumonie)

Lungen­entzündung 

(Pneumonie)

In den durch die akute Bronchitis verschleim­ten Bronchien finden Bakterien, bei einer Lungen­ent­zündung meistens Pneumo­kokken, einen idealen Nähr­boden und breiten sich in einzelnen Abschnitten der Lunge aus. Sie verursachen eine Entzündung in den Lungen­bläschen, was den dortigen Gasaus­tausch von Kohlen­dioxid und Sauerstoff hemmt. Eine Lungenent­zündung muss unbedingt ärztlich behandelt werden, da die Lungen­bläschen andernfalls dauerhaft geschädigt werden können oder die Infektion sich schlimmsten­falls bis zu einer Sepsis (Blutver­giftung) entwickeln kann.

Mögliche Symptome einer Lungen­entzündung sind unter anderem:

  • erschwertes Atmen
  • (hohes) Fieber
  • Schüttelfrost
  • Husten
  • starkes Krankheits­gefühl
  • verminderte Sauer­stoff­sättigung im Blut
Icon Rippenfell­entzündung (Pleuritis)Icon Rippenfell­entzündung (Pleuritis)Icon Rippenfell­entzündung (Pleuritis)

Rippenfell­entzündung

(Pleuritis)

An der Stelle, an der die Lunge in den Brustkorb eingebettet ist, treffen zwei „Fellarten“ aufeinander: Das Lungen­fell ist eine dünne Haut, die das Organ umschließt. Das Rippenfell kleidet den Brustkorb an dieser Stelle aus. Beide zusammen heißen Brustfell oder Pleura, der schmale Zwischen­raum zwischen beiden nennt sich Pleuraspalt. Eine Rippen­fell­entzündung kommt nur selten eigen­ständig vor und ist meistens die Folge­erkrankung einer Lungen­ent­zündung oder auch einer akuten Bronchitis. Dabei geht die Entzündung auf das Brustfell über und löst hier eine „trockene“ oder „feuchte“ Rippen­fell­entzündung aus. Bei der feuchten Rippen­fell­ent­zündung sammelt sich im Pleuraspalt Flüssigkeit, die als Pleura­erguss bezeichnet wird. Bei der trockenen Rippen­fell­ent­zündung reiben Rippen- und Lungenfell bei der Atmung aneinander. Rippen­fell­entzündungen treten in der Regel nur an einem Lungenflügel auf.

Typische Symptome der trockenen Rippen­fell­entzündung:

  • (starke, stechende) Schmerzen beim Einatmen, die bis in die Schulter ziehen können
  • dadurch flache Atmung
  • Husten, der schmerzhaft sein kann
  • sogenanntes „Lederreiben“: knarzende Atemgeräusche
  • Schluckauf

Typische Symptome der feuchten Rippen­fell­entzündung:

  • erschwerte Atmung bis Atemnot
  • Husten
  • Fieber
Icon Herzmuskel­entzündung (Myokarditis)Icon Herzmuskel­entzündung (Myokarditis)Icon Herzmuskel­entzündung (Myokarditis)

Herzmuskel­entzündung 

(Myokarditis)

Das Gefährliche an Herz­muskel­entzün­dungen ist, dass sie weitest­gehend unbemerkt eintreten und voran­schreiten. Meistens ausgelöst als Infektion mit Viren oder Bakterien in Folge eines grippalen Infektes oder eben einer verschleppten Bronchitis, befallen die Erreger den Herzmuskel. Die elektrischen Signale, die normaler­weise den regelmäßigen Takt des Herzschlags bestimmen, werden durch eine Herz­muskel­entzündung gestört und dadurch unregel­mäßig. Schnell behandelt heilt die Erkrankung in der Regel folgenlos ab. Bleibt sie aber unbemerkt und/oder unbehandelt, steigt das Risiko für Herz­rhythmus­störungen und den sogenannten „plötzlichen Herztod“.

Mögliche Symptome einer infektiösen Herzmuskel­ent­zündung sind unter anderem:

  • Kurzatmig­keit
  • Brust­schmerzen
  • Krankheits­gefühl
  • Engegefühl
  • Herzstolpern
  • Herzklopfen
  • Herzrasen
  • Atemnot bei Anstrengung
  • Erschöpfung
  • (extrem) verminderte Leistungs­fähigkeit

Was tun bei einer verschleppten Bronchitis

Um die Verschlep­pung einer Bronchitis und somit auch die damit einher­ge­henden Folgen zu vermeiden, muss diese vollständig auskuriert werden. Das kann bis zu einigen Wochen dauern. In diesem Zeitraum ist körperliche Anstrengung, wie zum Beispiel durch Sport, untersagt, weil dies das Herz-Kreislauf-System zusätzlich und im Zweifels­fall zu stark belastet. Körperliche Ertüchtigung sollte erst wieder behutsam ausgeübt werden, wenn sich der Betroffene vollständig erholt und fit fühlt. Bei Fieber sollte Bettruhe eingehalten werden. Eine gesunde, vitaminreiche Ernährung unterstützt zudem das Immunsystem. 

Häufig gestellte Fragen zu einer verschleppten Bronchitis

Eine verschleppte Bronchitis sollte ärztlich behandelt werden, da sich daraus Komplikationen wie eine Lungenentzündung entwickeln können. Häufig kommen pflanzliche Hustenlöser wie z. B. Bronchicum® zum Einsatz, die den Schleim lösen, das Abhusten erleichtern und so die Bronchien beruhigen. Zusätzlich sind Schonung, ausreichend Flüssigkeit und eine gesunde Ernährung wichtig.

Ob eine verschleppte Bronchitis ansteckend ist, hängt von der Ursache ab. Liegt der Erkrankung ein viraler oder bakterieller Infekt zugrunde, können Sie andere Menschen anstecken – besonders in der akuten Phase mit Husten und Auswurf. Eine chronische oder nicht-infektiöse Bronchitis, etwa durch Reizstoffe, ist nicht ansteckend.

Schonen Sie sich unbedingt, bis Sie sich vollständig erholt fühlen. Halten Sie bei Fieber Bettruhe ein, ernähren Sie sich vitaminreich und lassen Sie sich bei bakteriellen Infektionen medizinisch behandeln.

Eine Bronchitis, die nicht richtig auskuriert wird, kann zu ernsten Folgeerkrankungen wie zu einer Lungen­entzündung, einer Herzmuskelentzündung oder einer Rippen­fellentzündung führen.

Eine verschleppte Bronchitis erkennen Sie daran, dass die typischen Symptome einer akuten Bronchitis länger anhalten oder sich verschlimmern. Dazu gehören ein anhaltender Husten, zäher oder verfärbter Auswurf, Müdigkeit und Brust­schmerzen. Oft treten die Beschwerden über mehrere Wochen auf und bessern sich nicht von selbst.

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1 Zeitschrift für Phytotherapie 2017; 38 (Suppl. 1) S. 33. Studie mit Bronchicum® Tropfen
2 Grünwald et al. Drug Res 56, 8, 574-581 (2006)
3 Schmidt M.: Fixe Kombination aus Thymiankraut- und Primelwurzelflüssigextrakt bei Husten. Zeitschrift für Phytotherapie 2008; 29: 7-14. Nichtinterventionelle Studie mit 199 Säuglingen zwischen 6 und 12 Monaten.
4 DEGAM Leitlinie Nr. 11: Akuter und chronischer Husten, S3-Leitlinie, Update 2021 der Version 2014
5 Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung von Ipsos mit 515 Bronchicum® Verwendern im Alter von 18-75 Jahren, Juni 2022
6 Ergebnis einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung von Ipsos mit 327 Bronchicum® Elixir Verwendern im Alter von 18-75 Jahre, Juni 2022
7 im Vgl. zu Bronchicum® Elixir
8 im Vgl. zu Bronchicum® Thymian Lutschtabletten
9Troullos, E., Baird, L., & Jayawardena, S. (2014). Common cold symptoms in children: results of an internet-basedsurveillance program. Journal of medical Internet research, 16(6), e2868.
10 Simasek M, Blandino DA. Am Fam Physician, 2007;75:515-20, 522.
11 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7862974/
12 Eur J Pharm 699 (2013) 112-117